Automatischer Weißabgleich

Automatischer Weißabgleich bedeutet, dass die Kamera das aufgenommene Bild analysiert und alleine über die Farbkorrektur entscheidet.

Im einfachsten Fall nimmt die Kamera an, dass die hellste Stelle im Bild weiß ist und berechnet daraus die Korrektur.
Heutzutage, wo selbst preiswerte Kameras in Echtzeit Gesichter erkennen können, sind aber natürlich beliebig verfeinerte Methoden denkbar. Die Hersteller veröffentlichen dazu aber leider keine detaillierten Beschreibungen.

Jede Kamera benutzt einen solchen automatischen Weißabgleich als Voreinstellung, solange Sie nicht von Hand etwas anderes auswählen. Der automatische Weißabgleich wird mit einer Anzeige wie „A“ oder „AUTO“ (links ein Beispiel von der LCD einer Nikon D7000, Anklicken für eine vergrößerte Ansicht).

Meine Erfahrungswerte mit dem automatischen Weißabgleich über eine Reihe von Kameras hinweg sind:

  • Sonnenlicht ist fast immer unproblematisch und der automatische Weißabgleich liefert dann gute Ergebnisse.
  • Bei Aufnahmen im Freien im Schatten oder bewölktem Himmel bekommen Sie in der Regel etwas zu kühle Farben, wie auf dem Beispiel am Anfang dieses Artikels.
  • Bei Glühlampenlicht fallen die Farben oft zu warm aus, es gibt aber auch Kameras, die damit sehr gut fertig werden.
  • Kein automatischer Weißabgleich arbeitet in allen Situationen perfekt.