C. Einstellungen an der Kamera-Vorderseite

C.1 Vorderes Einstellrad »

C.2 Funktionstaste Fn »

C.3 Abblendtaste »

C.4 Blitzsteuerungs-Taste »

C.5 BKT-Taste »

C.6 Objektiv-Entriegelung »

C.7 Autofokus-Taste »

C.8 Fokusschalter »

 

Nikon D7000 vorderes Einstellrad

C.1 Vorderes Einstellrad

Erklärung: Eine eigene Funktion hat das vordere Einstellrad während des Fotografierens nur in drei Fällen:

  • Auswahl der Blende in Betriebsart A und M
  • Einstellen der ISO-Empfindlichkeit – sofern Sie im Menü Individualfunktionen d3 ISO-Anzeige und -Einstellung (s. S. 111) den Eintrag „ISO-Empf. anzeigen/einstellen“ gewählt haben.
  • Einstellen einer Belichtungskorrektur – sofern im Menü Individualfunktionen b3 Einfache Belichtungskorrektur eingeschaltet (s. S. 105).

Während einer Bildwiedergabe und Menüanzeige kann das vordere Einstellrad wie die Richtungstasten (s. S. 75) wirken, wenn Sie im Menü Individualfunktionen f6 Einstellräder (s. S. 125) den Eintrag „Menüs und Wiedergabe“ auf „Ein“ stellen. Sie können dann mit dem vorderen Einstellrad

  • die zu einem Bild angezeigten Informationen ändern,
  • bei gleichzeitiger Anzeige mehrerer Bilder nach oben und unten blättern
  • in Menüs die gelbe Markierung seitlich bewegen.

Ein besonderer Trick ist möglich, wenn Sie ein Bild in einer Ausschnittsvergrößerung betrachten und die Kamera-Automatik darin Gesichter erkannt hat: Dann bringt Sie ein Drehen am vorderen Einstellrad direkt von einem Gesicht zum nächsten.

Empfehlung: Verwenden Sie die beiden Einstellräder auch während der Bildwiedergabe und in den Menüs, das ist nach einer Umgewöhnung schneller als die Richtungstasten.

Ich verwende das vordere Einstellrad auch zum einfachen Einstellen der ISO-Empfindlichkeit, ohne die Kamera dafür vom Auge zu nehmen.

Nikon D7000 Funktionstaste Fn

C.2 Funktionstaste Fn

Erklärung: Die Funktionstaste (die obere der beiden schwarzen Tasten neben dem Objektiv, mit der weißen Beschriftung „Fn“) ist eine programmierbare Taste, die in dem Menü Individualfunktionen f3 Funktionstaste Fn (s. S. 123) mit einer Vielzahl verschiedener Funktionen belegt werden kann.

Sie ist geeignet für Einstellungen, die sofort erreichbar sein sollen, ohne mit den Händen umzugreifen und ohne die Kamera vom Auge zu nehmen.

In den von Nikon ausgelieferten Voreinstellungen dient sie zur Aktivierung des Blitzbelichtungsspeichers.

Empfehlung: Der für die Taste voreingestellte Blitzbelichtungs-Speicher ist eine gute Wahl von Nikon, siehe die Empfehlung zum Menü Individualfunktionen f3 Funktionstaste Fn (s. S. 123).
Es lohnt sich aber, dieses Menü auf Funktionen hin durchzusehen, die Sie häufiger nutzen und lieber auf der Funktionstaste sofort erreichbar haben möchten.

Nikon D7000 Abblendtaste

C.3 Abblendtaste

Erklärung: Die Abblendtaste (die unbeschriftete untere der beiden schwarzen Tasten neben dem Objektiv) ist eher eine zweite Funktionstaste, für die Sie in dem Menü Individualfunktionen f4 Abblendtaste (s. S. 125) aus derselben Vielzahl an möglichen Funktionen wählen können wie für die zuvor beschriebene Funktionstaste.

In Nikons Voreinstellungen tut sie, was der Name verspricht und schließt die Blende des Objektivs auf den im Sucher angezeigten Wert. Dadurch wird das Sucherbild dunkler, erhält aber dieselbe Schärfentiefe wie das spätere Bild.

Empfehlung: Ich benutze die Abblendfunktion nie, da ich wenn nötig die Schärfentiefe lieber nach der Aufnahme auf dem Monitor kontrolliere.

Wenn es Ihnen ähnlich geht, belegen Sie die Taste lieber mit einer anderen Funktion, die Ihnen am nützlichsten erscheint; ich verwende die Abblendtaste zum Aufruf des 1. Punktes im Benutzerdefinierten Menü und sofort die Kamera-Menüs aufzurufen, ohne mit der linken zur Menü-Taste umzugreifen.

Nikon D7000 Blitzsteuerungs-Taste

C.4 Blitzsteuerungs-Taste

Erklärung: Diese Taste hat drei Funktionen, die aber nicht in allen Betriebsarten verfügbar sind:

1. Ausklappen und Einschalten des eingebauten Blitzlichtes mit einem einfachen Druck.

Dies gilt nur für die „fortgeschrittenen“ Betriebsarten P, S, A, M, U1, U2 (sowie im Motivprogramm „Food“).
In ihnen gilt: Wenn es ausgeklappt ist, wird die D7000 mit Blitz fotografieren und Sie müssen den Blitz auch selber wieder einklappen, um ihn auszuschalten.

2. Einstellen der Blitzsynchronisation zusammen mit dem hinteren Einstellrad.
Blitzsynchronisation ist die Abstimmung der Belichtungszeit mit dem Zünden des Blitzes.

Nikon D7000 Symbol AufhellblitzStandardeinstellung „erster Verschlussvorhang“: Der Blitz wird zu Beginn der Belichtung gezündet.

Die Belichtungszeit richtet sich nach dem Umgebungslicht und ist:

  • mindestens 1/250 s, sofern nicht im Menü Individualfunktionen e1 Blitzsynchronzeit (s. S. 117) ein anderer Wert eingestellt ist
  • höchstens 1/60 s, sofern nicht im Menü Individualfunktionen e2 Längste Verschlusszeit (Blitz) (s. S. 117) ein anderer Wert eingestellt ist.
  • in den Betriebsarten Blendenautomatik S und Manuelle Steuerung M (s. S. 45 und 46) davon abweichend die manuell eingestellte Belichtungszeit.

Nikon D7000 Symbol Blitz rote AugenDas AF-Hilfslicht leuchtet ca. eine Sekunde, um rote Augen auf Personenbildern zu reduzieren, die Auslösung verzögert sich entsprechend.

SLOW “Langzeit-Blitzsynchronisation”: Die Belichtungszeit orientiert sich am dunkleren Hintergrund und kann im Unterschied zur ersten Einstellung bis zu 30 s lang werden.

Die typische Anwendung hierfür sind Nachtaufnahmen, bei denen eine lange Belichtung den Hintergrund hell genug erscheinen lässt und der Blitz z. B. eine Person im Vordergrund ausleuchtet.

REAR Synchronisation auf „zweiten Verschlussvorhang“: Der Blitz wird zum Ende der Belichtungszeit gezündet.

Bei Programm- und Zeitautomatik („P“ und „A“) wird automatisch zusätzlich die Langzeitsynchronisation SLOW ausgewählt.

Nikon D7000 Symbol Blitz aus: Diese Einstellung ist nur in Vollautomatik und Motivprogrammen verfügbar und unterdrückt den Blitz.

Die Blitzsynchronisation ist in den Betriebsarten AUTO und Motivprogrammen nur eingeschränkt veränderbar.

3. Einstellen einer Blitzbelichtungskorrektur zusammen mit dem vorderen Einstellrad.

Eine Blitzbelichtungskorrektur erhöht oder vermindert die automatisch ermittelte Helligkeit des Blitzes. Blende, Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit bleiben gleich und damit auch die Helligkeit Ihres Bildhintergrundes außerhalb der Blitzreichweite.

Solange eine Blitzbelichtungskorrektur eingestellt ist, erscheint ein entsprechendes Symbol (+/- mit einem Blitz) im Sucher und auf dem LCD-Display.

Die Blitzbelichtungskorrektur ist in den Betriebsarten AUTO und Motivprogrammen nicht verfügbar.

Empfehlungen:

1. Zur Blitzverwendung:

Die eigene Entscheidung, mit oder ohne Blitz zu fotografieren, ist eine der wichtigen Schritte auf dem Weg zu besseren, bewusst gestalteten Bildern und ein Grund, die Betriebsarten U1 und U2 zu verwenden.

Experimentieren Sie mit einem Aufhellblitz, wenn Sie bei hellem Tageslicht fotografieren und Ihr Motiv dunkle Schatten aufweist und mit Aufnahmen ohne Blitz auch bei schwachem Licht.

2. Zur Blitzsynchronisation:

Nikon D7000 Symbol Blitz ist als Standardeinstellung die beste Wahl für die meisten Situationen.

Nikon D7000 Symbol Blitz rote Augen finde ich unbrauchbar wegen der entstehenden Auslöseverzögerung. Rote Augen werden besser am Computer entfernt.

SLOW ist geeignet, wenn ein dunkler Hintergrund richtig belichtet werden soll – führt aber zu langen Belichtungszeiten mit Verwackelungsgefahr.

REAR ist eine Spezialanwendung für bewegte Objekte, da es eine Bewegungsunschärfe hinter dem Motiv erscheinen lässt, was natürlicher aussieht.

3. Die Blitzbelichtungskorrektur (z. B. -1,0) verwende ich oft für einen Aufhellblitz, wenn sonst Schatten ganz verschwinden, was unnatürlich wirkt.

Wenn Sie für eine bessere Lichtstimmung lieber ganz ohne Blitz fotografieren würden, kann es ein Kompromiss zur Reduzierung des Verwackelungsrisikos sein, den Blitz mit einer negativen Belichtungskorrektur nur abgeschwächt hinzuzunehmen.

Nikon D7000 BKT-Taste

C.5 BKT-Taste

Erklärung: „Bracketing“ (BKT) bedeutet das Erstellen einer Aufnahmereihe vom selben Motiv mit unterschiedlichen Einstellungen, üblicherweise verschiedenen Belichtungen (Belichtungsreihe).

Zur Aktivierung des Bracketing die BKT-Taste gedrückt halten und

  • mit dem hinteren Einstellrad die Zahl der Bilder einstellen:
    0F = kein Bracketing
    +2F / -2F: Bracketing mit insgesamt 2 Bildern (ein Ausgangsbild und ein Bild mit positiver bzw. negativer Korrektur)
    3F: Bracketing mit insgesamt 3 Bildern (ein Ausgangsbild und je ein Bild mit positiver und negativer Korrektur)
  • mit dem vorderen Einstellrad den Belichtungsunterschied zwischen den einzelnen Bildern wählen.

In dem Menü Individualfunktionen, e5 automatische Belichtungsreihen (s. S. 120) können Sie anstelle der Belichtung auch eine Variation von Blitzbelichtung, Active D-Lighting (ADL) oder Weißabgleich einstellen.

Das Menü e6 BKT-Reihenfolge (s. S. 121) erlaubt, die Reihenfolge zu ändern, in der die Korrekturen angewendet werden.

Empfehlung: Ich verwende diese Taste nie, da ich bevorzuge, bei Bedarf die Belichtung auf dem Kamera-Monitor (RGB-Histogramm!) zu kontrollieren, anstatt auf gut Glück Belichtungsreihen zu schießen.

Belichtungsreihen haben ihre Berechtigung, wenn Sie die Aufnahmen später zu HDR-Bildern zusammenmontieren, aber dann werden Sie oft mehr als die maximal möglichen 3 Bilder brauchen.

Wer dennoch Bracketing benutzt, kann als Auslöse-Verhalten (s. S. 56) Serienbilder einschalten und einfach den Auslöser gedrückt halten, bis die Aufnahmereihe fertig ist.

Und Achtung: Nicht vergessen, die Bracketing-Funktion wieder auszuschalten! Ansonsten können spätere Aufnahmen durch die noch aktive Belichtungskorrektur missraten.

Nikon D7000 Objektiventriegelung

C.6 Objektiv-Entriegelung

Erklärung: Während eines Drucks auf diese Taste lässt sich das Objektiv rechts herum drehen und abnehmen.

Empfehlung: Keine; diese Fingerübung gehört halt zum Umgang mit einer Spiegelreflex-Kamera, sobald man mehr als ein Objektiv verwendet.

Nikon D7000 Autofokus-Taste

C.7 Autofokus-Taste

Erklärung: Ein Drücken der runden Autofokus-Taste erlaubt Ihnen, die Autofokus-Einstellungen zu ändern. Das Nachfolgende gilt für „normales“ Fotografieren, nicht im separat beschriebenen Live-View-Modus.

1. Die Schärfenachführung zusammen mit dem hinteren Einstellrad:

AF-A: Die D7000 entscheidet automatisch, ob der Autofokus nach erfolgter Scharfstellung „einrastet“ oder für bewegte Objekte kontinuierlich nachgeführt wird.

AF-S („Single auto focus“): Die D7000 fokussiert einmalig und verändert den Fokus nicht, bis Sie den Auslöser ganz loslassen und erneut andrücken.

AF-C („continuous auto focus“): Die D7000 passt die Scharfstellung kontinuierlich an, solange Sie den Auslöser angedrückt halten.

In den Menüs Individualfunktionen a1 Priorität bei AF-C und a2 Priorität bei AF-S (s. S. 100) können Sie wählen, ob sich die D7000 jederzeit oder nur bei erfolgreicher Fokussierung auslösen lässt.

2. Die Auswahl der Autofokus-Messfelder zusammen mit dem vorderen Einstellrad:

AUTO: Die Kamera-Elektronik wählt automatisch ein oder mehrere Messfelder aus und zeigt im Sucher an, welche sie verwendet.

3D: Die D7000 fokussiert mit einem einzelnen Messfeld und führt die Schärfe mit allen 39 Messfelder nach, wenn Ihr Motiv sich innerhalb des Suchers bewegt.
Sie brauchen Ihr Motiv nicht mit dem anfänglich gewählten Messfeld zu verfolgen.

Das „3D-Tracking“ benötigt Farbkontraste um das anfänglich gewählte Messfeld herum, um gut zu funktionieren.

Dynamische MessfeldsteuerungNikon D7000 Symbol AF-Messfeldsteuerung dynamisch 9 Nikon D7000 Symbol AF-Messfeldsteuerung dynamisch 21 Nikon D7000 Symbol AF-Messfeldsteuerung dynamisch 39 :Die D7000 fokussiert ein einzelnes Messfeld, benutzt aber auch die umliegenden 9, 21 oder 39, wenn das Motiv das Messfeld kurz verlässt.
Sie sollten Ihr Motiv mit dem anfänglich gewählten Messfeld verfolgen.

Die unterschiedlichen Varianten sind für bewegte Motive gedacht, die sich vorhersehbar in unterschiedlich großen Bereichen des Suchers befinden.

Einzelnes Messfeld Nikon D7000 Symbol AF-Messfeldsteuerung Einzelfeld : Die D7000 wird nur das eine im Sucher hervorgehobene Messfeld verwenden.

Bei allen Einstellungen außer AUTO kann das für die anfängliche Fokussierung benutzte Messfeld mit den Richtungstasten (s. S. 75) bewegt werden.
Ein Druck auf die OK-Taste (s. S. 76) setzt die Auswahl sofort auf das mittlere Messfeld zurück – sofern Sie nicht die Belegung dieser Taste im Menü Individualfunktionen f2 OK-Taste (Aufnahmemodus) (s. S. 122) geändert haben.

Im Menü Individualfunktionen a6 Anzahl der Fokusmessfelder (s. S. 102) kann die anfängliche Auswahl von 39 auf 11 Messfelder eingegrenzt werden.

Empfehlungen:

Bei gedrückter Autofokus-Taste erscheint im Sucher eine Anzeige der gewählten Einstellungen, Sie können sie verändern, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen.

1. Zur Schärfenachführung: AF-A ist eine clevere Automatik und gute Grundeinstellung. Ich weiche aber auf AF-C aus, wenn ich sicherstellen will, dass die Schärfe nachgeführt wird. Bei einem sich unregelmäßig bewegenden Motiv kann der Autofokus auch leicht „einrasten“.

2. Zur Messfeldsteuerung: Für statische Motive ist „AUTO“ eine gute Grundeinstellung und am bequemsten, achten Sie aber darauf, mit welchen Messfeldern die D7000 fokussiert!

Wenn Sie die bestmögliche Bildschärfe auf einen anderen Punkt legen möchten, sollten Sie eingreifen und ein Messfeld manuell auswählen.

Und Achtung: Die Belichtungsmessung berücksichtigt die Autofokus-Messfelder, mit denen die D7000 fokussiert hat, stärker bei der Belichtungsmessung. In anderen Worten: Wenn die Automatik auf die korrekte Entfernung scharfstellt, dabei aber einen Teil erwischt, der heller oder dunkler als Ihr Hauptmotiv ist, bekommen Sie möglicherweise nicht die beste Belichtung. Das ist ein weiterer Grund, auf die manuelle Messfeldauswahl auszuweichen.

Nikon D7000 Fokusschalter

C.8 Fokusschalter

Erklärung: Ein Bewegen dieses Schalters schaltet den Autofokus ein (AF) oder aus (M für „manueller Fokus“).

Bei manueller Scharfstellung drehen Sie zur Entfernungseinstellung am Objektiv und die D7000 zeigt bei angedrücktem Auslöser im Sucher einen grünen Punkt an, wenn sie die Scharfstellung für korrekt hält. Die D7000 lässt sich stets unabhängig von der Scharfstellung auslösen.

Empfehlung: Verwenden Sie AF. M ist nur für seltene Fälle geeignet, wenn der Autofokus mit einer Situation nicht zurechtkommt oder für sogenanntes „Vorfokussieren“: Vor der eigentlichen Aufnahme auf einen bestimmten Punkt fokussieren und dann auf „M“ umschalten; so können Sie die Fokussierung behalten und jederzeit ohne Verzögerung durch den Autofokus auslösen.