Die Nikon D5200 im Vergleich zur D5100

Nikon D5200 und D5100 Vergleich

Hauptmerkmale

  • Neuer Bildsensor mit 24 MP und trotz der höheren Auflösung eher besserer Bildqualität auch bei hohen Empfindlichkeiten (D5100: 16,1 MP)
  • Verbesserter und schnellerer Autofokus mit 39 Sensoren wie in der D7000, davon 9 Kreuzsensoren (D5100: 11 Sensoren, davon 1 Kreuzsensor)
  • Max. 5 Bilder pro Sekunde (D5100: 4)
  • Überarbeitete Aufnahme-Informationen sind gefälliger gestaltet, rücken (endlich!) die ISO-Empfindlichkeit gleichberechtigt neben Blende und Belichtungszeit in den Vordergrund und die neue Anordnung änderbarer Einstellungen am unteren Rand erscheint übersichtlicher.
    Aufnahme-Informationen Nikon D5200 und D5100 im Vergleich

Weitere Unterschiede in der Bedienung

  • Schnellere Einstellung des Auslöse-Verhaltens mit einem eigenen neuen Knopf für Serienbilder, Selbstauslöser, Fernauslösung, leise Auslösung.
  • Verbesserungen im Live-View:
    • Die Bildvorschau im Live-View-Modus passt sich an die eingestellte Belichtung einschl. Belichtungskorrektur und an den gewählten Weißabgleich an.
    • Manuelle Videoeinstellungen sind für ISO-Empfindlichkeit und Belichtungszeit möglich (nicht für die Blende).
    • Die D5200 hat eine Aussteuerungsanzeige für das Mikrofon.
  • Serienbilder lassen sich in zwei Geschwindigkeiten wählen.
  • Für die Funktionstaste gibt es mehr mögliche Belegungen (14 statt 9), Nikons Voreinstellung ist bei der D5200 die Änderung der ISO-Empfindlichkeit (D5100: Selbstauslöser).
  • Während einer Filmwiedergabe können Sie mit dem Einstellrad in 10-Sekundenschritten vor- und zurückspringen.
  • Die D5100 hat bei eingeschalteter ISO-Automatik von Hand eingestellte Empfindlichkeiten ignoriert, wenn sie höher als die mit der ISO-Automatik festgelegte maximale Empfindlichkeit waren. Die D5200 wendet immer den bei der Einstellung angezeigten Wert an.
  • Die HDR-Funktion (High Dynamic Range) hat andere, vereinfachte Einstellungsmöglichkeiten.

Weitere technische Details

  • Max. ISO-Empfindlichkeit: 25600 (D5100: ISO 6400)
  • Eingebautes Stereo-Mikrofon (D5100: mono)
  • Belichtungsmessung mit 2016 Pixeln, ebenfalls von der D7000 übernommen (D5100: 420)
    (Das heißt nicht, dass die Belichtungsmessung fast fünf Mal so gut wird, die D5100 ist bereits ausgezeichnet.)
  • Die ISO-Automatik arbeitet in der D5200 brennweitenabhängig, d.h., sie erhöht bei langen Brennweiten die ISO-Empfindlichkeit früher als bei bei kürzeren.
  • WLAN-Anschluss mit zusätzlichem Adapter möglich.
  • Max. Video-Auflösung ist FullHD (1920×1080 Pixel) mit 60i = 60 Bilder pro Sekunde, aber: nur mit verkleinertem Bildausschnitt und „interlaced“, d.h. aus 30 Halbbildern pro Sekunde zusammengesetzt

Persönliche Bewertung

Der Unterschied zwischen der Nikon D5100 und D5200 ist nicht so groß wie zuvor zwischen der D5000 und D5100. Die D5100 hat bereits einen auch bei hohen Empfindlichkeiten ausgezeichneten Bildsensor; der Fortschritt in sichtbarer Bildqualität ist nur minimal und 24 MP Auflösung sind weit mehr, als die allermeisten Fotografen ausschöpfen und brauchen.

Daher: Wenn Sie eine D5100 haben und mit ihr zufrieden sind, würde ich bei ihr bleiben. Wenn Sie über eine Neuanschaffung nachdenken, ist es eine Abwägung, ob Ihnen die diversen kleineren Verbesserungen den höheren Preis wert sind. Das gleiche gilt für einen Blick zu den danach erschienenen Modellen D5300 mit integriertem WLAN-Anschluss und der D5500 mit Touchscreen.
Sie brauchen die D5200 nicht anstelle der D5100, um hervorragende, professionelle Bildqualität zu erzielen, das geht auch wunderbar mit ihrer Vorgängerin (und sogar den D3x00-Modellen).
Am ehesten ist die D5200 zu empfehlen, wenn Sie oft die Live-View-Vorschau benutzen und beim Filmen Wert auf manuelle Einstellungen legen.