Nikon D40-Einstellungen an der Gehäuse-Oberseite

Programmwählrad

Nikon D40 ProgrammwählradErklärung: Ein „Aufnahmeprogramm“ legt fest, wie die D40 eine Reihe von Einstellungen automatisch steuert, darunter alle für das Aussehen Ihrer Bilder wirklich wichtigen: Belichtung, Blitz und die kamerainterne Bildverarbeitung.

Die Aufnahmeprogramme teilen sich in drei Gruppen auf:

  • Vollautomatik: Die Kamera wählt Einstellungen automatisch mit Standardwerten, die möglichst vielen Aufnahmesituationen gerecht werden. Sie brauchen lediglich wie bei einer einfachen Kompaktkamera den Bildausschnitt zu wählen und den Auslöser zu bedienen.
    Dazu rechne ich die grün hervorgehobene „AUTO“-Einstellung und auch die daneben liegende Automatik ohne Blitz.
  • Motivprogramme: Die Kamera wählt Einstellungen, die für einzelne typische Aufnahmesituationen angepasst sind.
    Sie können wie bei der Vollautomatik viele wichtige Kameraeinstellungen nicht beeinflussen.
  • Belichtungssteuerung P, S, A und M: Sie entscheiden durch Auswahl eines dieser vier Programme lediglich, wie die D40 die Belichtungssteuerung (=Wahl von Blende, Belichtungszeit, ISO-Empfindlichkeit) vornehmen soll.
    Die Blitzsteuerung müssen Sie manuell vornehmen und im Unterschied zu den vorigen Aufnahmeprogrammen können Sie alle übrigen Kamera-Einstellungen auch selbst beeinflussen.

Tipps: Dieser Drehknopf hat drastische Auswirkungen auf das Verhalten der D40.
Sie kann sich von einer vollautomatischen Kamera, bei der man nur den Auslöser zu drücken braucht, zu einem kreativem Werkzeug verwandeln, bei dem Sie viele Einstellungen selber vornehmen können – weniger als bei den größeren Spiegelreflex-Kameras von Nikon, aber wirklich alles, was wichtig ist.

Es gibt daher eine eigene Seite nur zur Erläuterung des Programmwählrads.

Ich empfehle dazu:

  • Benutzen Sie die Vollautomatik, wenn Sie als Einsteiger mit den Funktionen der D40 noch nicht vertraut sind oder einfach nur bequem fotografieren wollen – was meiner Meinung nach übrigens auch für einen Könner nichts Verwerfliches ist, schließlich gibt es viele Situationen, in denen die Automatik ausgezeichnete Bilder liefert. Am Ende zählt nur das Aussehen Ihrer Bilder und nicht, welchen Aufwand Sie dafür betrieben haben.
  • Aus demselben Grund nutzen Sie die Motivprogramme, wenn sie gerade zu Ihrer Aufnahmesituation passen.
  • Sobald Sie auch nur anfangen, die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der D40 selbst beeinflussen zu wollen, führt kein Weg an der Programmautomatik P (evtl. auch Blendenautomatik S und Zeitautomatik A) vorbei, da wirklich entscheidende Einstellungsmöglichkeiten nur hier verfügbar sind – allen voran Belichtungskorrektur, Weißabgleich, Bildoptimierung sowie die Möglichkeit, mit einem Aufhellblitz zu arbeiten (egal, ob die Kamera-Automatik das gerade auch für richtig hält oder nicht).
    Nur hier haben Sie wirklich die volle Kontrolle über das Aussehen Ihrer Bilder.
    Und wer die Grundbegriffe der Fotografie kennt, kann leicht auf die Motivprogramme verzichten und die (wirklich wenigen) Einstellungen, die sie ausmachen selber passend nachbilden.

Ein-/Ausschalter

Nikon D40 Ein- / AusschalterErklärung: Dieser Schalter tut mit dem Ein- und Ausschalten der Kamera tatsächlich genau das, was der Name sagt – nicht mehr und nicht weniger.

Tipps: Es genügt, die Kamera als Schutz vor versehentlichem Auslösen auszuschalten, wenn sie in ihrer Tasche verschwindet. Um die Akkus zu schonen, brauchen Sie dies nicht zu tun.

Auslöser

Nikon D40 Auslöser Erklärung: Zum Fotografieren sollten Sie den Auslöser in zwei Schritten bedienen:

  • andrücken bis zum ersten leichten Widerstand, um Autofokus und Belichtungsmessung zu aktivieren
  • weiter durchdrücken, um auszulösen.

Nach dem Andrücken des Auslösers hängt es von den Autofokus-Einstellungen ab, ob eine einmal erfolgreiche Scharfstellung bei Veränderung des Bildausschnittes oder einem bewegten Motiv nachgeführt wird.

Die Belichtung wird sich auch nach dem Andrücken des Auslösers stets anpassen, wenn Sie den Bildausschnitt verändern – es sei denn, Sie haben in dem Menü Individualfunktionen 13 Belichtungsspeicher den Standardwert verändert und „Ein“ gewählt.

Tipps: Häufig benutzen! Und vorher nachdenken – was allerdings dazu führen wird, dass Sie ihn seltener benutzen, und dies wiederum kann der Qualität Ihrer Bilder sehr förderlich sein ;-).

Ich empfehle, das Menü Individualfunktionen 13 Belichtungsspeicher nicht zu verändern und die dafür vorgesehene AE-L / AF-L-Taste zu verwenden, falls Sie doch mit dem Belichtungsspeicher arbeiten möchten. Das ist nicht ohne Grund das übliche Verhalten aller fortgeschrittenen Kameras.

Für Freunde der von mir empfohlenen Aufnahmeinformationen gibt es die Möglichkeit, in dem System-Menü Info-Automatik durch Auswahl von „Ein“ zu erreichen, dass die Aufnahmeinformationen bereits durch ein kurzes Antippen des Auslösers eingeblendet werden.

info-Taste

Nikon D40 info-TasteErklärung: Ein Druck auf diese Taste bewirkt, dass die Aufnahmeinformationen auf dem Kamera-Monitor erscheinen; ein weiterer Druck, dass diese wieder verschwinden.

Tipps: Die mit dieser Taste erreichbaren Aufnahmeinformationen sind die einfachste Möglichkeit, alle wichtigen Kameraeinstellungen an einer zentralen Stelle abzulesen und zu verändern, ohne sich durch viele Kameramenüs zu bewegen.

Ich benutze diese Taste aber nie, da die Aufnahmeinformationen auch bereits nach dem Antippen des Auslösers erscheinen können (s. die Tipps zum Auslöser) und die Einstelltaste i ► an der Rückseite (die Sie ohnehin drücken müssen, um Einstellungen zu verändern) dasselbe bewirkt. Es ist schneller, gleich diese Taste ein- oder zweimal zu drücken.

Belichtungskorrektur

Nikon D40 Belichtungskorrektur-TasteErklärung: In den Aufnahmeprogrammen P, S und A können Sie hier eine Belichtungskorrektur einstellen, indem Sie die Taste gedrückt halten und mit dem Einstellrad die gewünschte Korrektur gegenüber der automatisch ermittelten Belichtung in Lichtwerten einstellen.

Jede Kamera – auch die allerteuerste – braucht regelmäßig eine Belichtungskorrektur!
Egal, wie viel Elektronik darin steckt, die Belichtungsmessung kann nur die einfallende Lichtmenge (und ggf. wie bei der D40 auch die Farbe) auswerten.
Ob eine bestimmte Fläche im Bild aber ein hell angestrahltes grau oder ein schwach beleuchtetes Weiß ist, kann die Kamera heute genau sowenig wissen wie in all den Jahren, bevor es Digitalfotografie gab.
Und ob der Fotograf gerne ein etwas heller oder düsterer wirkendes Bild hätte, erst recht nicht.

In dem Aufnahmeprogramm M dient Sie zusammen mit dem Einstellrad zum Auswählen der Blende.

In allen anderen Aufnahmeprogrammen hat die Taste keine Funktion.

Tipps: Wichtig – sofern Sie sich auf das Fotografieren in den Aufnahmeprogrammen P, S oder A einlassen. Eine korrekte Belichtung ist nicht nur entscheidend für das Aussehen Ihrer Bilder, Sie haben auch bei vollständig über- oder unterbelichteten Stellen keine Chance, nachträglich etwas zu retten. Daher sollte eine Belichtungskorrektur möglichst gleich bei der Aufnahme eingestellt werden.

Schwieriger als die Bedienung ist allerdings die Beurteilung, wann welche Belichtungskorrektur nötig ist. Das ist ein eigenes Thema, das nicht in diese knappe Übersicht passt und für alle Kameras gleichermaßen gilt.

Am einfachsten kontrollieren Sie nach der Aufnahme das Bild auf dem Kameramonitor und erstellen eine weitere mit Belichtungskorrektur, falls das Bild zu hell oder zu dunkel ist.
Etwas mehr Hintergrundwissen erfordert die bessere Methode, nach einer Aufnahme das Histogramm zu kontrollieren und dann ggf. eine neue Aufnahme mit Korrektur zu machen.

Ich verwende bei kontrastreichen Motiven (Sonne+Schatten) oft eine pauschale Belichtungskorrektur von -0,7, um überbelichtete Stellen zu vermeiden, die die D40 leider zu oft produziert.

Nikon empfiehlt im Handbuch, die Belichtungskorrektur nur mit der mittenbetonten oder Spot-Belichtungsmessung zu verwenden. Diese Empfehlung teile ich nicht und verwende den Belichtungsspeicher auch zusammen mit der Matrixmessung.

Achtung: Sie müssen eine einmal eingestellte Belichtungskorrektur für spätere Aufnahmen auch von Hand wieder zurückstellen! Sie bleibt auch über das Aus- und Einschalten der Kamera hinweg erhalten.