Nikon D40 Aufnahmeinformationen

Überblick und allgemeine Empfehlung

Die „Aufnahmeinformationen“ sind eine äußerst nützliche Anzeige auf dem Kamera-Monitor für zwei Zwecke:

  • Anzeige der aktuell an Ihrer Kamera vorgenommenen Einstellungen – vergleichbar mit denen, die wesentlich teurere Kameras in ihrem aufwändigeren Sucherbild oder auf einem separaten LCD-Display zeigen.
  • Schnellen Zugang zur Änderung wichtiger Aufnahmeeinstellungen – hier liegt der wichtigere Nutzen der Aufnahmeinformationen.
    Sie haben wirklich alle entscheidenden Einstellungen im schnellen Zugriff, ohne sich dafür verschiedene Knöpfe oder Menüs merken zu müssen.

Meine Empfehlung ist: Benutzen Sie die Aufnahmeinformationen! Sie fassen alle wichtigen Einstellungen, die man laufend benötigt, an einer Stelle zusammen.
Teurere Spiegelreflexkameras sehen vor allem deswegen komplizierter aus, weil sie für genau das, was Sie bei der D40 auf dem Display einstellen können, jeweils eigene Knöpfe am Gehäuse haben. Und das hat seinen einfachen Grund – dass fortgeschrittene Fotografen genau diese Dinge stets sofort im Zugriff haben möchten.

Zugang zu den Aufnahmeinformationen

ausschnittsvergroesserungUm die Aufnahmeinformationen auf dem Kamera-Monitor zur Anzeige bringen, gibt es drei Wege:

  • durch Drücken der info-Taste an der Kamera-Oberseite
  • durch Drücken der Taste für Ausschnittsvergrößerungen (mit dem ◄ i ►-Symbol darunter) links unten an der Kamera-Rückseite – sofern die D40 gerade kein Bild auf dem Kamera-Monitor wiedergibt.
  • durch Antippen des Auslösers – sofern Sie in dem System-Menü Info-Automatik das automatische Erscheinen der Aufnahmeinformationen aktiviert haben.

Tipp: Aktivieren Sie die gerade beschriebene Info-Automatik, wenn Sie oft die Aufnahmeinformationen ändern. Sie spart Zeit und wenn Sie schnell reagieren möchten, kann dies darüber entscheiden, ob Sie eine Aufnahme verpassen.

Um die in den Aufnahmeinformationen gezeigten Kameraeinstellungen zu ändern, müssen Sie

  • die Taste für Ausschnittsvergrößerungen über dem ◄ i ►-Symbol erneut drücken;
    eine der Einstellungen wird gelb unterlegt erscheinen
  • mit den Richtungstasten nach oben und unten die gewünschte Einstellung auswählen
  • mit der OK-Taste die jeweilige Einstellung zur Änderung auswählen.

Anschließend sehen Sie eine Liste von möglichen Werten für die jeweilige Einstellung, aus der Sie erneut mit den Richtungstasten nach oben und unten auswählen und mit der OK-Taste eine Änderung abschließen.

Alle Einstellungen, die deutlich lesbar und nicht in blassem Grau erscheinen, stehen für Änderungen zur Verfügung.
Nur in den Aufnahmeprogrammen P, S, A, M haben Sie den vollen Zugriff auf alle Einstellungen.

Aussehen der Aufnahmeinformationen

Die Aufnahmeinformationen können je nach Einstellung im System-Menü Informationsanzeige unterschiedlich aussehen. Nachfolgend ist ein Beispiel der Standardansicht „grafisch“, daneben die Alternative „klassisch“ und schließlich die Auswahl „Hintergrund“ mit einem hellen, ruhigen Bild, das wenig ablenkt und guten Kontrast zu den eingeblendeten Informationen hat.
Was Sie verwenden, ist Geschmackssache, der Informationsgehalt ist identisch. Der Kreis links in der „grafischen“Ansicht symbolisiert die Blendenöffnung und der unterbrochene äußere Ring die Belichtungszeit.

Nikon D40 Aufnahmeinformationen

Wichtig für Kamera-Einstellungen, die Sie selber beeinflussen können, sind die Symbole am unteren und am rechten Rand.
Diese erlauben den Zugang zur Änderung von Kameraeinstellungen, sofern sie beim Blättern mit den Richtungstasten erreichbar sind. Falls nicht, steht die jeweilige Einstellung in dem gerade gewählten Aufnahmeprogramm nicht zur Verfügung.

Bildqualität

Erklärung: Sie können hier zum einen das Dateiformat Ihrer Fotos (RAW / JPG) und zum anderen für JPG-Dateien die Stärke der Komprimierung einstellen.
RAW = nur RAW-Dateien
FINE = nur JPG-Dateien mit sehr geringer Komprimierung
NORM = nur JPG-Dateien mit etwas stärkerer Komprimierung
BASIC = nur JPG-Dateien mit noch einmal stärkerer Komprimierung
RAW+B = je eine RAW- und eine JPG-Datei der Qualitätsstufe BASIC von jedem Foto

Beachten Sie die Angaben links neben der Qualitätsstufe – sie zeigen die ungefähre durchschnittliche Dateigröße pro Bild an und wieviele Bilder in dieser Qualitätsstufe noch auf Ihre Speicherkarte passen.

Tipps: Ich verwende bei der JPG-Qualität NORM. Der Unterschied zu FINE ist praktisch nicht sichtbar, die Dateien sind aber nur ca. halb so groß. In der Qualitätsstufe BASIC können durchaus sehr feine Strukturen verlorengehen; die kamerainterne Software der D40 scheint bei der JPG-Komprimierung nicht so clever zu sein wie bei anderen Nikon-Modellen, die bei detailreichen Bildern eine geringere Komprimierung wählen.

Bildgröße

Erklärung: Einstellung der Bildgröße in Pixeln
L = ca. 6 Megapixel (3.008 × 2.000)
M = ca. 3,4 MP (2.256 × 1.496)
S = ca. 1,5 MP (1.504 × 1.000)

Tipps: Bleiben Sie bei der Standardgröße L.
6 MP reichen für fast alle Anwendungen vollkommen aus, es gibt aber auch keinen Grund, weniger zu wählen.

Überschätzen Sie nicht die Vorteile höherer Megapixel-Zahlen, die andere Kameras bieten und schielen Sie nicht auf andere Modelle, nur weil diese höhere Megapixel-Zahlen bieten.

Weißabgleich

Erklärung: Der Weißabgleich ist eine Korrektur der Farbwiedergabe, die die Farben im fertigen Bild an die Wahrnehmung des menschlichen Auges anpasst.

Sie ist abhängig von dem bei Ihrer Aufnahme herrschenden Licht:

  • AUTO für automatisch,
  • die Symbole Symbol WB=Glühlampe (Glühlampe) bisSymbol WB=Schatten (Schatten) für die jeweils angedeutete Lichtart,
  • PRE für einen manuellen Weißabgleich mit einer Graukarte oder einer anderen neutralen Fläche.Sie können über die Aufnahmeinformationen allerdings keinen manuellen Weißabgleich selber vornehmen, Sie aktivieren lediglich den zuletzt gespeicherten Wert, den Sie entweder über das Aufnahme-Menü oder die Funktionstaste eingestellt haben.

Tipps: Das ist die wichtigste Einstellung für gute Farbwiedergabe!

Daher empfehle ich auch, hierfür die schnellere Bedienung über die Funktionstaste zu verwenden.

Die wichtigsten Regeln, die Sie für die Praxis kennen sollten, sind:

  • Bei Sonnenschein werden Sie keine Probleme mit der Farbwiedergabe haben; ob Sie AUTO verwenden oder manuell „Sonne“ einstellen, macht praktisch keinen Unterschied.
  • Bei Fotos im Freien und bewölktem Himmel oder gar im Schatten werden die Fotos mit automatischem Weißabgleich in den Farben zu kühl ausfallen; die manuelle Einstellung von „Wolken“ oder „Schatten“ bringt sichtbar wärmere Farben. Vor allem Personenbilder werden dadurch deutlich ansprechender ausfallen.
  • Bei Kunstlicht fahren Sie mit den zugehörigen Einstellungen für Glühlampen und Leuchtstoffröhren ebenfalls deutlich besser als mit dem automatischen Weißabgleich, Kunstlicht kann aber sehr unterschiedlich ausfallen, was zur vierten Regel führt:
  • Für wirklich exakte Farbwiedergabe sind Sie im Zweifelsfall mit dem manuellen Weißabgleich auf der sicheren Seite.

Für das Vornehmen eines manuellen Weißabgleichs verwenden Sie am besten die Funktionstaste.

ISO-Empfindlichkeit

Erklärung: Die ISO-Empfindlichkeit ist die elektronische Simulation der Lichtempfindlichkeit von herkömmlichen Filmen durch unterschiedliche Verstärkung der Signale vom Bildsensor.

Eine hohe Empfindlichkeit lässt Sie auch bei schwachem Licht mit kurzen Belichtungszeiten fotografieren, bringt aber den Nachteil des Bildrauschens mit sich.

Die zur Verfügung stehenden Werte sind

  • AUTO: Die D40 legt automatisch eine ISO-Empfindlichkeit fest, die von Aufnahme zu Aufnahme schwanken kann.Bei ausreichendem Licht wird sie immer ISO 200 für bestmögliche Qualität wählen; ab wann sie eine höhere Empfindlichkeit wählt, hängt von dem Aufnahmeprogramm ab.
    Achtung: Dieser Wert ist nicht in den Aufnahmeprogrammen P, S und A verfügbar, in diesen müssen Sie selber im Menü Individualfunktionen 10 ISO-Automatik die Spielregeln festlegen.
  • feste ISO-Empfindlichkeiten von 200, 400, 800, 1600 und 3200 (genannt „HI 1“).

Tipps: In den Aufnahmeprogrammen für Vollautomatik und den Motivprgrammen belassen Sie einfach den Standardwert „AUTO“.

In den Aufnahmeprogrammen P, S, A empfehle ich ISO 200 für bestmögliche Qualität und das Anschalten der ISO-Automatik, um Verwackelungen vorzubeugen.

Das Bildrauschen nimmt nicht kontinuierlich, sondern mit höheren Empfindlichkeiten immer stärker zu. Bei ISO 1600 ist es schon deutlich sichtbar; bei ISO 3200 („HI 1“) erst recht, diesen Wert würde ich nur verwenden, wenn Sie sonst durch zu lange Belichtungszeiten unbrauchbare Aufnahmen bekämen.
In der höchsten Empfindlichkeit leidet auch zusätzlich die Dynamik, d.h. der Helligkeitskontrast, den die D40 wiedergeben kann.

Aufnahmebetriebsart

Erklärung: Die „Aufnahmebetriebsart“ entscheidet, wann genau und wie oft die Kamera beim Druck auf den Auslöser ein Bild aufnimmt:

Nikon D40 Symbol Einzelbild: Einzelbilder („single“) – ein Foto für jeden Druck auf den Auslöser

Nikon D40 Symbol Serienaufnahme: Serienbilder, – Die D40 erstellt fortlaufend Bilder, solange Sie den Auslöser durchdrücken; bis zu ca. 2,5 Bilder pro Sekunde

Nikon D40 Aufnahmebetriebsart Selbstauslöser: Nach dem Drücken des Auslösers vergeht eine in dem Menü Individualfunktionen 16 Selbstauslöser einstellbare Zeit (Standardwert: 10s), bis die D40 das Bild aufnimmt.

Nikon D40 Aufnahmebetriebsart Fernauslöser verzögertverzögerte Fernauslösung: wie zuvor (Selbstauslöser), jedoch reagiert die D40 auf die als Zubehör erhältliche Fernbedienung ML-L3 anstelle des Auslösers an der Kamera und mit einer festen Verzögerung von 2s.
Das ist genau richtig, um mit einem Fernauslöser auf die D40 zu „zielen“ und dann schnell die Hand, die ihn hält, für das Foto wieder herunterzunehmen.

Nikon D40 Aufnahmebetriebsart FernauslöserFernauslösung: wie zuvor, jedoch reagiert die D40 sofort auf die Auslösung per Fernbedienung.

Tipps: Verwenden Sie die Einstellung für Serienbilder. Sie werden sich sehr schnell daran gewöhnen, den Auslöser nur kurz durchzudrücken, um nur eine Aufnahme zu machen und den Finger länger unten zu lassen, wenn Sie mehr Bilder aufnehmen möchten.

Letzteres ist insbesondere praktisch, wenn Sie bei schlechtem Licht Verwacklungsgefahr haben und dann drei oder vier Aufnahmen machen, von denen Sie nur die schärfste behalten.

Ansonsten sollten Sie diese Einstellung auch für das Erstellen von Aufnahmen mit Selbstauslöser, auf denen Sie auch zu sehen sind, kennen.

Durch den Sucher einfallendes Licht kann die Belichtungsmessung stören; daher sollten Sie im Moment des Auslösens den Sucher wenigstens mit der Hand abdecken und beim Fotografieren mit Fernauslöser am besten die mitgelieferte Kappe, die sich auf den Kameragurt fädeln lässt, über den Sucher stecken.

Autofokus

Erklärung: Hier stellen Sie ein, ob der Autofokus eine einmal erfolgte Scharfstellung kontinuierlich nachführt, wie dies für bewegte Motive nötig ist, oder nicht:
AF-A: Die D40 versucht, automatisch zu erkennen, ob sich Ihr Motiv bewegt oder nicht. Falls ja, führt sie die Schärfe automatisch nach und Sie können jederzeit auslösen. Falls nein, führt sie die Schärfe nicht nach und Sie können nicht auslösen, solange die Scharfstellung nicht erfolgreich war.
AF-S („autofocus single“): Einmalige Scharfstellung – Die D40 fokussiert und verändert danach die eingestellte Entfernung nicht mehr. Sie können nicht auslösen, solange die Scharfstellung nicht erfolgreich war.
AF-C („autofocus continuously“): Kontinuierliche Scharfstellung – Die D40 passt die eingestellte Entfernung laufend an ein bewegtes Motiv an. Sie können jederzeit auslösen, unabhängig davon, ob das Motiv gerade exakt scharf ist oder nicht.
MF (manueller Fokus): Sie können die Scharfstellung von Hand am Objektiv vornehmen, müssen dazu allerdings auch den Schalter am Objektiv von A auf M stellen.

Tipps: Die standardmäßige Einstellung AF-A ist die beste Grundeinstellung. Die D40 wird für unbewegte Motive zuverlässig fokussieren und bei bewegten Motiven haben Sie eine Chance, dass die Schärfe automatisch nachgeführt wird.

Wenn sich Ihr Motiv aber unregelmäßig bewegt, genügt es, dass es nur ganz kurz im Moment des Fokussierens still steht und der Autofokus wird „einrasten“ und sich gar nicht oder erst mit Verzögerung weiter an die Bewegung Motivs anpassen.

Für bewegte Motive brauchen Sie daher die Einstellung AF-C, wenn Sie sicher sein möchten, dass die Schärfe nachgeführt wird.

Dafür kann es bei AF-C geschehen, dass die D40 auslöst, bevor sie exakt scharfgestellt hat – aber probieren Sie es selber aus, der Autofokus ist recht flink und kann auch bei vielen bewegten Motiven gut mithalten.

Wer allerdings ohne Kenntnis des Autofokus bei AF-C den Auslöser sofort voll durchdrückt, darf sich über unscharfe Aufnahmen nicht wundern.

Messfeldsteuerung

Erklärung: Diese Einstellung bestimmt, auf welchen der drei Autofokus-Sensoren (die drei Paare von eckigen Klammern im Sucher) die D40 scharf stellt:

Nikon D40 Messfeldsteuerung Vordergrundnächstes Objekt: Die D40 stellt auf den Vordergrund scharf, genauer: das Messfeld, in dem Ihr Motiv die geringste Entfernung zur Kamera hat.
Diese Einstellung ist der Standardwert für die Aufnahmeprogramme Auto, ohne Blitz, Porträt, Landschaft, Kinder, Nachtporträt.

Nikon D40 Messfeldsteuerung dynamischdynamisch: Sie können mit den Richtungstasten auswählen, auf welches Messfeld die D40 fokussiert; Standardwert ist das mittlere Messfeld und wenn Sie das linke oder rechte stattdessen auswählen, leuchtet es zur Bestätigung kurz im Sucher auf.
Wenn die D40 die Scharfstellung für bewegte Motive nachführt, benutzt sie dafür aber auch die anderen beiden Messfelder.
Diese Einstellung ist der Standardwert in dem Aufnahmeprogramm Sport.

Nikon D40 Messfeldsteuerung EinzelfeldEinzelfeld: wie zuvor, nur dass die D40 ausschließlich das manuell ausgewählte Messfeld verwendet.
Diese Einstellung ist der Standardwert in dem Aufnahmeprogramm Nahaufnahme.

Tipps: In den Aufnahmeprogrammen Vollautomatik und den Motivprogrammen verwenden Sie einfach die automatisch gewählte Einstellung.

Achten Sie aber darauf, welches der drei Messfelder beim Andrücken des Auslösers rot aufleuchtet und ob dort das Motiv die Entfernung hat, auf die Sie gerne scharf stellen möchten.

Was in den Aufnahmeprogrammen P, S, A, M für Sie passend ist, ist Geschmackssache. Ich bevorzuge die Einstellung „dynamisch“, damit ich vorher weiß, welches Messfeld dei D40 verwendet und selber genau auf die gewünschte Stelle im Motiv fokussieren kann. Das bedeutet aber auch, dass man darauf stets achten muss.
In der Einstellung „Einzelfeld“ sehe ich keinen Sinn, denn sie ist bei statischen Motiven identisch mit „dynamisch“ und bei bewegten Motiven weniger zuverlässig.

Belichtungsmessung

Erklärung: Die Art der Belichtungsmessung legt fest, wie die D40 aus ihren 420 Sensoren für die Bildhelligkeit die Belichtung ermittelt:

Nikon D40 Belichtungsmessung MatrixMatrix-Messung: die Kamera wertet die Helligkeit und auch Motivfarbe mit allen Sensoren aus, um eine ausgewogene Belichtung zu erreichen, die möglichst allen Bildteilen gerecht wird.
Bei modernen Nikon-Objektiven (mit einem „G“ oder „D“ in ihrer Bezeichnung) berücksichtigt die D40 auch Abstandsinformationen; Nikon beschreibt aber nicht genauer, wie.

Nikon D40 Belichtungsmessung Integral mittenbetontmittenbetonte Integralmessung: Die Kamera ermittelt eine durchschnittliche Helligkeit über den gesamten Bildausschnitt, gewichtet aber dabei den mittleren Teil stärker als den Rest.

Nikon D40 Belichtungsmessung SpotSpot-Messung: Nur die Helligkeit eines kleinen Punktes um die Mitte des aktiven Autofokus-Sensors wird für die Belichtungsmessung benutzt.
Ausnahme: Wenn die Messfeldsteuerung auf „nächstes Objekt“ eingestellt ist, wird die Belichtung in der Bildmitte gemessen.

Tipps: Belassen Sie die Einstellung für Matrix-Messung, sie führt bei fast allen Lichtverhältnissen zu guten Ergebnissen. Im Unterschied zu den größeren Nikon-Modellen belichtet die D40 aber eher so, dass sie Unterbelichtungen vermeidet. Das bedeutet, dass Sie in den Schatten gut erkennbare Bilder erhalten, aber bei kontrastreichen Motiven eher als bei anderen Modellen überbelichtete helle Stellen haben werden. Wenn Sie das stört, werden Sie oft mit einer Belichtungskorrektur eingreifen müssen.

Die anderen Methoden mag benutzen, wer mit ihrer Wirkung vertraut ist; eine vollständige Erklärung passt nicht in diese Übersicht und ist auch nicht das Wichtigste, wenn Sie nicht bereits mit allen anderen Aufnahmeinformationen vertraut sind.

Wenn Sie mit den anderen Methoden der Belichtungsmessung noch keine Erfahrungen haben, bleiben Sie pragmatisch und beschränken sich einfach darauf, durch die unten beschriebene Belichtungskorrektur bei Bedarf nachzuhelfen.

Das müssen Sie ohnehin bei jeder Art der Belichtungsmessung!

Blitzbelichtungskorrektur

Erklärung: Die Blitzbelichtungskorrektur verändert die Helligkeit des Blitzes gegenüber der automatisch ermittelten. Die Belichtungszeit und damit die Helligkeit Ihres Hintergrundes bleibt unverändert.

Tipps: Die Blitzbelichtungskorrektur ist wichtig beim Aufhellblitz, also wenn Sie bei hellem Umgebungslicht den Blitz einschalten, um dunkle Schatten im Bild zu reduzieren. Oft bringt eine verringerte Blitzleistung (z.B. -1,0) bessere Bilder, da ein zu starkes Aufhellen des Vordergrundes unnatürlich wirkt.

Wenn der Blitz hingegen die Hauptlichtquelle für Ihr Foto ist, sollten Sie keine Blitzbelichtungskorrektur einstellen.

Es gibt für diese Einstellung auch eine Abkürzung: Wenn Sie die Taste für Blitzsteuerung und Belichtungskorrektur gleichzeitig gedrückt halten, können Sie sofort mit dem Einstellrad die Blitzbelichtungskorrektur verändern.

Belichtungskorrektur

Erklärung: Die Belichtungskorrektur legt fest, ob die D40 gegenüber der automatisch ermittelten Belichtung heller (+) oder dunkler (−) belichten soll.

Jede Kamera – auch die allerteuerste – braucht regelmäßig eine Belichtungskorrektur!

Egal, wie viel Elektronik darin steckt, die Belichtungsmessung kann nur die einfallende Lichtmenge (und ggf. wie bei der D40 auch die Farbe) auswerten.

Ob eine bestimmte Fläche im Bild aber ein hell angestrahltes grau oder ein schwach beleuchtetes Weiß ist, kann die Kamera heute genau sowenig wissen wie in all den Jahren, bevor es Digitalfotografie gab.

Und ob der Fotograf gerne ein etwas heller oder düsterer wirkendes Bild hätte, erst recht nicht.

Die Belichtungskorrektur steht nur in den Aufnahmeprogrammen P, S, A und M zur Verfügung.

Die Zahlenangaben sind die Belichtungsänderung, ausgedrückt in Lichtwerten; +1,0 bedeutet eine doppelt so lange; −1,0 eine halb so lange Belichtung.

Tipps: Wichtige Einstellung! Eine korrekte Belichtung ist nicht nur entscheidend für das Aussehen Ihrer Bilder, Sie haben auch bei vollständig über- oder unterbelichteten Stellen keine Chance, nachträglich etwas zu retten. Daher sollte eine Belichtungskorrektur möglichst gleich bei der Aufnahme eingestellt werden.

Schwieriger als die Bedienung ist allerdings die Beurteilung, wann welche Belichtungskorrektur nötig ist. Das ist ein eigenes Thema, das nicht in diese knappe Übersicht passt und für alle Kameras gleichermaßen gilt.

Am einfachsten ist, das Aussehen Ihrer Aufnahmen auf dem Monitor zu kontrollieren, etwas besser, ihr Histogramm in der Bildwiedergabe zu betrachten (s. die Erläuterungen zur Wiedergabetaste) und dann ggf. eine neue Aufnahme mit Belichtungskorrektur machen.

Wenn im Histogramm keine Spitzen am ganz linken und ganz rechten Rand auftreten, sind wenigstens keine krassen Über- und Unterbelichtungen vorhanden und die Bildhelligkeit lässt sich auch nachträglich am Computer regulieren. Siehe hierzu auch der entsprechende Grundlagenartikel über Belichtungskontrolle anhand von Histogrammen.

Ebenfalls wichtig: Die Matrix-Messung der D40 neigt vor allem bei Motiven mit hohen hell-/dunkel-Kontrasten zu eher hellen Bildern. Das ist ein eher ein Verhalten wie bei Kompaktkameras und anders als bei den größeren Nikon-Modellen, die eher Überbelichtungen vermeiden.

Dadurch erhalten Sie von der D40 Bilder, die eher etwas gefälliger aussehen, da sie heller sind, aber durchaus auch in bildwichtigen Teilen (z.B. einem Gesicht) überbelichtet sein können – also Details und Farbe verlieren.

Wer darauf achtet, durch Überbelichtung weiße Stellen zu vermeiden, wird häufiger als bei anderen Modellen zu negativen Belichtungskorrekturen greifen. Ich lasse sogar oft pauschal −0,7 als Belichtungskorrektur voreingestellt.

Blitzgerät

Erklärung: Die einzelnen Werte bedeuten:

Nikon D40 Symbol Blitzsynchronisation 1. Verschlussvorhang: Standardwert „erster Verschlussvorhang“ – Der Blitz wird zu Beginn der Belichtung gezündet.
Die Belichtungszeit richtet sich nach dem Umgebungslicht, ist aber mindestens 1 ⁄ 500s (kürzestmögliche Blitzsynchronzeit der D40) und höchstens 1 ⁄ 60s .

Nikon D40 Symbol Vorblitz gegen rote Augen: Durch das Aufleuchten des AF-Hilfslichtes sollen rote Augen auf Personenbildern reduziert werden, die Auslösung verzögert sich aber um gut eine Sekunde.

Nikon D40 Symbol Langzeit-Blitzsynchronisation: Die Belichtungszeit orientiert sich am dunkleren Hintergrund und kann im Unterschied zur ersten Einstellung bis zu 30s lang werden – Sie bekommen also einen hellen und erkennbaren Hintergrund, gleichzeitig aber auch eine höhere Verwacklungsgefahr.
Eine typische Anwendung sind Nachtaufnahmen, bei denen eine lange Belichtung den Hintergrund hell genug erscheinen lässt und der Blitz z.B. eine Person im Vordergrund ausleuchtet.
Bei hellem Tageslicht sind die Ergebnisse dieselben wie bei der ersten Einstellung.

Nikon D40 Symbol Blitzsynchronisation 2. Verschlussvorhang: Synchronisation auf den „zweiten Verschlussvorhang“ – Der Blitz wird zum Ende der Belichtung gezündet.

Zusätzlich gibt es noch die Symbole Nikon D40 Symbol Blitz aus und Nikon D40 Symbol automatische Blitzsteuerung, die bewirken, dass die D40 nicht blitzt bzw. automatisch entscheidet, ob geblitzt werden soll.

Beachten Sie: Für jedes Aufnahmeprogramm ist nur ein Teil der Auswahlmöglichkeiten verfügbar. Die größte Auswahl (alles außer der automatischen Blitzsteuerung) gibt es in den Aufnahmeprogrammen P, S und A.

Tipps:
Wenn Sie mit der Vollautomatik oder den Motivprogrammen fotografieren, genügt es, wenn Sie sich darauf beschränken, bei Bedarf den Blitz manuell auszuschalten.

Wenn Sie in den Aufnhameprogrammen P, S, A den Blitz von Hand einschalten, ist der Standardwert

Nikon D40 Symbol Blitzsynchronisation 1. Verschlussvorhang die beste Wahl für die meisten Situationen.

Beachten Sie, dass Belichtungszeit dann höchstens 1/60 s und mindestens 1/500 s beträgt.

Nikon D40 Symbol Vorblitz gegen rote Augen finde ich unbrauchbar wegen der entstehenden Auslöseverzögerung. Rote Augen werden besser am Computer entfernt.

Wer Standard-Partyfotos macht, bei denen Personen einige Sekunden lang posieren, mag die Funktion nützlich finden. Für auch nur etwas anspruchsvollere Personenbilder, bei denen Sie auf den richtigen Moment zum Auslösen achten und oft schnell reagieren müssen, ist die Auslöseverzögerung ein Ärgernis.

Nikon D40 Symbol Langzeit-Blitzsynchronisation ist geeignet, wenn ein dunkler Hintergrund richtig belichtet werden soll – benutzt aber auch lange Belichtungszeiten, die ein Stativ oder zumindest ein Auflegen der Kamera erforderlich machen können.

Nikon D40 Symbol Blitzsynchronisation 2. Verschlussvorhang kann für bewegte Objekte vorteilhaft sein, da eine Bewegungsunschärfe hinter dem Motiv auftaucht und die Bewegung im Bild besser zum Ausdruck bringt.

Bei automatischer Blitzsteuerung wird oft der Blitz verwendet, um Verwacklungen zu vermeiden, obwohl das Umgebungslicht wesentlich besser wirkt als das Blitzlicht.
Sie müssen aber selbst entscheiden (und wenn Sie unsicher sind, experimentieren), wann Sie noch verwacklungsfrei fotografieren können und dann ggf. den Blitz abschalten.