Bildoptimierung konfigurieren

Erklärung: Hier können Sie Einstellungen für die kamerainterne Bildverarbeitung festlegen, mit denen die D300s die „Entwicklung“ der Daten vom Bildsensor in fertige JPG- bzw. TIFF-Dateien vornimmt.

Die Bedienung ist wie folgt aufgebaut:
1. Sie müssen mit einer sogenannten „Konfiguration“ beginnen; das ist ein Satz von Einstellungen, die Nikon für eine bestimmte Bildwirkung vorgibt.
Sie können nicht direkt eine einzelne Einstellung wie z. B. Kontrast oder Farbsättigung verändern.
Die zur Auswahl stehenden vorgegebenen Konfigurationen sind:
Standard: Nikons Vorgabe für eine automatische Feinabstimmung, die möglichst vielen Aufnahmesituationen gerecht werden soll
Neutral: eine schwächere Nachbearbeitung mit weniger Scharfzeichnung, Kontrastverstärkung und Farbsättigung
Brillant: höhere Farbsättigung, Scharfzeichnung und stärkerer Kontrast
Monochrom: Umwandlung zu schwarz-weiß Bildern

2. Sie können eine Konfiguration ändern, indem Sie die gelbe Markierung zu ihr bewegen und die Richtungstaste nach rechts drücken (hier funktioniert das vordere Einstellrad nicht).
Die Schnelleinstellung verstärkt alle Einstellungen in Richtung der gewünschten Bildwirkung (ist nicht für die Konfiguration „neutral“ verfügbar).
Alternativ können Sie alle Einstellungen auch einzeln verändern, indem Sie eine mit den Richtungstasten auswählen und mit dem Pfeil nach rechts ihre Detail-Einstellungen aufrufen.
Scharfzeichnung: Kontraste an Kanten werden verstärkt und der Schärfeeindruck des Bildes erhöht
Kontrast: erhöht bzw. vermindert die Hell-/Dunkel-Unterschiede
Helligkeit: nachträgliches Aufhellen oder Abdunkeln
Achtung: Die Einstellungen Kontrast und Helligkeit sind nur auswählbar, wenn Active D-Lighting nicht aktiv ist.
Farbsättigung: sorgt für blassere bzw. kräftigere Farben
Farbton: verändert alle Farben auf eine etwas kompliziert nachzuvollziehende Weise, für die ich noch keine praktische Anwendung gefunden habe
… und zwei nur für die Konfiguration „monochrom“ verfügbare Einstellungen:
Filtereffekte: simuliert die Wirkung von Farbfiltern wie in der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie, um die Hell-dunkel-Kontraste im monochromen Bild zu beeinflussen
Tonen: ermöglicht neben Schwarz-Weiß-Bildern auch in einer bestimmten Farbe getönte Bilder

3. Zusätzlich können Sie eigene Konfigurationen anlegen, indem Sie eine bestehende kopieren, nach Belieben anpassen und umbenennen.
Dafür brauchen Sie den nächsten Menüpunkt „Konfigurationen verwalten“.

Tipps: Ein wichtiges Menü für die sichtbare Beeinflussung Ihrer Bilder!
Nur wer ausschließlich im RAW-Format fotografiert und die JPG-Dateien selbst erstellt, kann darauf verzichten.

Gleichzeitig gibt es aber auch eine Einschränkung: Die „besten“ Einstellungen sind auch von persönlichen Vorlieben abhängig, in diesem Menü muss jeder durch eigene Erfahrung seine besten Werte finden.

Die Konfiguration „Neutral“ ist sehr ähnlich wie „Standard“, mit etwas weniger Kontrast und Farbsättigung; der Unterschied ist gering.
„Brillant“ ist deutlich farbintensiver und kontrastreicher. Das kann tatsächlich die Bildwirkung verbessern, bei ohnehin starken Kontrasten (=Sonnenlicht) aber auch zu viel des Guten sein und unnatürlich harte Kontraste bringen.

Die von Nikon gewählte Scharfzeichnung ist eher schwach; ich bevorzuge, sie auf einen höheren Wert von 5 oder 6 zu stellen und stelle je nach Motiv und gewünschter Bildwirkung eine höhere Sättigung ein. Beim Betrachten Ihrer Bilder in entsprechender Vergrößerung (100% Zoom) werden Sie eine sichtbar bessere Schärfe an Kanten feststellen.

Das Einstellen von Kontrast und Helligkeit erledigt sich, wenn Sie Active D-Lighting einschalten.

Bleibt noch der Farbton: Ignorieren Sie diese Einstellung, es handelt sich um eine nur leichte Farbverschiebung, für die mir keine praktische Anwendung einfällt.

Beachten Sie: Wenn Sie eine Konfiguration zur Bildoptimierung verändern und einen Reset ausführen, bleibt zwar die gewählte Konfiguration eingestellt, aber Ihre Änderungen daran werden zurückgesetzt!

Ergebnis: All das oben Geschriebene führt zu folgender Einstellung, die ich persönlich verwende:

  • Eine eigene Aufnahmekonfiguration (s. nächster Menüpunkt Konfigurationen verwalten), genannt „schärfer“ die eine Kopie der Konfiguration „Standard“ ist und eine erhöhte Scharfzeichnung von 6 hat.
  • Eine weitere eigene Aufnahmekonfiguration, genannt „scharf+leuchtend“, die im Unterschied zur vorigen eine um zwei Stufen erhöhte Farbsättigung hat.
    Ein Wechsel zwischen diesen beiden je nach Motiv und gewünschter Bildwirkung genügt mir.

Man sollte die Wirkung dieses Menüs aber auch nicht überschätzen, wichtiger sind wie immer schon das richtige Motiv und Licht, Belichtung sowie der Weißabgleich für kühlere oder wärmere Farbwiedergabe. Danach ist die „Bildoptimierung“ so, wie es er Menüname sagt, nur für den letzten Schliff ganz am Ende.