WB-Taste (Weißabgleich)

Erklärung: Der Weißabgleich (engl. „white balance“) ist eine Korrektur der Farbwiedergabe entsprechend der Lichtverhältnisse und erforderlich für natürlich wirkende Farben, da das menschliche Gehirn ebenfalls solche Farbunterschiede laufend ausgleicht.

Das hintere Einstellrad wählt die Art des Weißabgleichs, wie im LCD-Display unten rechts angezeigt:

A für eine automatische Korrektur, bei der die Kameraelektronik versucht, die Lichtverhältnisse selber einzuschätzen

Nikon D300s Symbol Weißabgleich Glühlampe bis Nikon D300s Symbol Weißabgleich Schatten Symbol für eine manuelle Auswahl der angedeuteten Lichtart (Glühlampe / Leuchtstoffröhre / Sonnenlicht / Blitzlicht / bewölkter Himmel / Schatten)

K für die direkte Angabe einer Farbtemperatur in Kelvin

PRE für einen manuellen Weißabgleich („preset“), bei der Sie die Kamera auf eine neutral weiße oder graue Fläche halten und ihr quasi „mitteilen“, dass sie diese als Referenz benutzen soll.

Diesen manuellen Weißabgleich nimmt man wie folgt vor:

  • Taste WB loslassen & erneut drücken, bis das Symbol PRE blinkt
  • dann die Kamera auf eine neutral graue oder weiße Fläche halten und auslösen
    Die Auslösung erstellt kein Bild, sondern dient nur dem Weißabgleich.
  • Blinkt nach der Aufnahme ein paar Sekunden „good“ auf dem LCD-Display und „GD“ im Sucher, war der Abgleich erfolgreich.
    Andernfalls müssen Sie die beiden Schritte wiederholen.

Das vordere Einstellrad ist in seiner Wirkung von der Art des Weißabgleichs abhängig.

A und Nikon D300s Symbol Weißabgleich Glühlampe bis Nikon D300s Symbol Weißabgleich Schatten : Das vordere Einstellrad erlaubt eine Feinabstimmung, Werte von A1 bis A6 verschieben die Farben ins Orange (A für engl. „amber“ = bernsteinfarben) und Werte von B1 bis B6 sorgen für etwas kühlere bläulichere Farben (B für engl. „blue“ = blau).

K : Das vordere Einstellrad erlaubt die direkte Angabe einer Farbtemperatur. 5200K ist der Standardwert für Tageslicht; niedrigere Werte sind für wärmeres (=rötlicheres) Licht und bewirken eine Korrektur hin zu kühleren (=bläulicheren) Farben; bei höheren Farbtemperaturen ist es umgekehrt.

PRE: Das vordere Einstellrad erlaubt die Auswahl zwischen fünf gespeicherten manuellen Einstellungen, erkennbar an der Nummerierung von „d-0“ bis „d-4“ oben links im Sucher.

Den manuellen Weißabgleich-Einstellungen d-0 bis d-4 kann in dem Aufnahme-Menü Weißabgleich auch eine Bezeichnung zugeordnet werden, wenn man sie dauerhaft benutzen möchte.

Tipps: Eine der wirklich wichtigen Einstellungen!

Gute Farbwiedergabe ist nun mal entscheidend für gute Fotos.

Meine Faustregeln und Empfehlungen dazu sind:

  • Bei sonnigem Wetter lasse ich den Weißabgleich auf A für Automatik.
  • Bei bewölktem Himmel oder im Schatten wähle ich manuell die entsprechenden Werte, da die Automatik dann eher zu kühle Farben erzeugt.
  • Bei Glühlampenlicht ist der automatische Weißabgleich deutlich besser als bei dem Vorgänger-Modell D200. Ich lasse ihn für Schnappschüsse auf automatisch oder stelle ihn sonst auf das Glühlampen-Symbol ein.
  • Wenn es auf wirklich gute Farbwiedergabe ankommt, ist man mit dem manuellen Weißabgleich an einer neutral grauen oder weißen Fläche im Zweifelsfall auf der sicheren Seite. Es gibt hierfür spezielle Graukarten zu kaufen, aber ein weißes Blatt Papier, ein weißes T-Shirt oder ähnliches tut es in der Regel auch.

Die Farbänderungen durch die Feineinstellungen von A1-6 und B1-6 sind gering, aber sichtbar. Wer die Farbwiedergabe direkt bei der Aufnahme exakt einstellen möchte, wird sie brauchen. Solche feinen Farbverschiebungen sind aber auch in der nachträglichen Bildbearbeitung kein Problem.

Da Farbwiedergabe aber auch eine Geschmackssache ist: unbedingt mit eigenen Einstellungen probieren und bewusst beobachten, welche am besten gefallen.