Auslöseverhalten

Erklärung: Diese Bezeichnung ist der Versuch, das von Nikon „Aufnahmebetriebsartenwähler“ genannte Rädchen einfacher zu benennen. Es geht darum, wie und wie oft nach dem Drücken des Auslösers Bilder aufgenommen werden.

Ein Drücken des kleinen Knopfes links hinter „QUAL“ entriegelt das Rädchen und lässt folgende Einstellungen zu:
S: Einzelbilder („single“): ein Foto für jeden Druck auf den Auslöser
CL: Serienbilder, niedrige Geschwindigkeit („continuously, low“): Die D300s erstellt fortlaufend Bilder, solange der Auslöser gedrückt wird. Die Geschwindigkeit von ca. 1-7 Bildern pro Sekunde ist einstellbar in dem Menü Individualfunktionen d5 Lowspeed-Bildrate.
CH: Serienbilder, hohe Geschwindigkeit („continuously, high“): Fortlaufende Bilder mit maximaler Geschwindigkeit (bis zu 7 Bilder/Sekunde), solange der Auslöser gedrückt wird
Q: leise Auslösung (Q für engl. „quiet“): Der Spiegel im Kamerainneren wird nach der Aufnahme langsamer und erst nach dem Loslassen des Auslösers (wenn Sie es möchten, also erst mit einer Verzögerung) zurückgeschwenkt.
Dadurch ist das Auslösegeräusch leiser und die durch das Hochklappen des Spiegels entstehende, sonst sehr kurze Verdunkelung des Sucherbildes wird entsprechend länger.
(Selbstauslöser): Nach Drücken des Auslösers vergeht eine in dem Menü Individualfunktionen, c3 Selbstauslöser einstellbare Zeit bis zur eigentlichen Auslösung.
MUP: Spiegelvorauslösung („Mirror up“): Nach dem Drücken des Auslösers schwenkt der Spiegel nach oben und erst nach 30 Sekunden oder einem zweiten Druck auf den Auslöser erfolgt die eigentliche Belichtung.

Das hilft, Verwacklungen infolge der Bewegung des Spiegels auszuschließen.

Tipps: wichtiges Einstellrad – die Handhabung gehört zum Grund-„Handwerkszeug“ im Umgang mit der D300s.
Üblich ist sicher die Einstellung S für Einzelbilder stehen, ich verwende aber stets CL. Man kann sich leicht angewöhnen, den Auslöser für Einzelbilder nur kurz zu drücken und kann dann bei Bedarf auch sofort mehrere Aufnahmen machen, indem man einfach den Auslöser länger gedrückt hält. Dies ist sehr nützlich bei längeren Belichtungszeiten mit Verwacklungsgefahr – einfach ein paar Aufnahmen machen und alle außer der schärfsten löschen.

Die Spiegelvorauslösung MUP empfehle ich nicht, es sei denn man hat die Geduld, 30 Sekunden zu warten oder benutzt ein Kabel zu Fernauslösung. Andernfalls ist das erneute Drücken des Auslösers auch eine Verwacklungsgefahr.

Und mit einer Spiegelvorauslösung über das Menü Individualfunktionen, d9 Displaybeleuchtung zusammen mit einem auf 2 Sekunden eingestellten Selbstauslöser fährt man besser.

Bei Verwendung des Selbstauslösers sollte man beim Betätigen des Auslösers entweder wie sonst auch durch den Sucher schauen oder den Sucher abdecken. Es genügt dafür auch die Hand im Moment des Auslösens, anstatt die extra für diesen Zweck mitgelieferte Kappe über den Sucher zu stecken. Andernfalls kann durch den Sucher einfallendes Streulicht die Belichtungsmessung stören.