Blitzsteuerung

Erklärung: Die Taste hat zwei Funktionen:

1. Blitzsynchronisation einstellen (zusammen mit dem hinteren Einstellrad): Blitzsynchronisation ist die Abstimmung des Blitzes mit der längeren Belichtungszeit; die einzelnen Werte bedeuten:

Standardwert „erster Verschlussvorhang“: Der Blitz wird zu Beginn der Belichtung gezündet.
Die Belichtungszeit richtet sich nach dem Umgebungslicht und ist:

  • mindestens 1/250 Sekunde (kürzestmögliche Blitzsynchronzeit der D300s), sofern Sie nicht im Menü Individualfunktionen e1 Blitzsynchronzeit einen anderen Wert eingestellt haben
  • höchstens die im Menü Individualfunktionen, e2 Längste Verschlusszeit (Blitz) eingestellte Zeit, Standardwert ist 1/60 Sekunde.

Bei Belichtungssteuerung S und M (Blendenautomatik bzw. manuell) gilt die Beschreibung nicht und es zählt die manuell eingestellte Belichtungszeit.

Durch das zusätzliche Aufleuchten des AF-Hilfslichtes können rote Augen auf Personenbildern reduziert werden, die Auslösung verzögert sich aber um ca. eine Sekunde.

„Langzeit-Blitzsynchronisation”: Die Belichtungszeit orientiert sich am dunkleren Hintergrund und kann im Unterschied zur ersten Einstellung bis zu 30s lang werden – Sie bekommen also einen hellen und erkennbaren Hintergrund, gleichzeitig aber auch Verwacklungsgefahr.

Die typische Anwendung hierfür sind Nachtaufnahmen, bei denen eine lange Belichtung den Hintergrund hell genug erscheinen lässt und der Blitz z. B. eine Person im Vordergrund ausleuchtet.
Bei hellem Tageslicht sind die Ergebnisse die gleichen wie bei der ersten Einstellung.

wie zuvor, aber mit zusätzlicher Reduzierung der roten Augen

Synchronisation auf „zweiten Verschlussvorhang“: Der Blitz wird zum Ende der Belichtung gezündet.

Bei Programm- und Zeitautomatik („P“ und „A„) wird automatisch zusätzlich die Langzeitsynchronisation ausgewählt.

2. Blitzbelichtungskorrektur einstellen (zusammen mit dem vorderen Einstellrad): Dadurch lässt sich die automatisch ermittelte Helligkeit des Blitzes erhöhen oder verringern. Es ändert sich nur die Blitzhelligkeit; Blende, Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit bleiben gleich und damit auch die Helligkeit des Umgebungslichtes auf Ihrem Foto.

Solange eine Blitzbelichtungskorrektur eingestellt ist, erscheint ein entsprechendes Symbol (+/- mit einem Blitz) im Sucher und auf dem LCD-Display.

Tipps: Die Blitzsteuerung ist wichtig! Der bewusste Einsatz des Blitzlichtes kann Ihre Fotos deutlich verbessern.

Am wichtigsten ist auch heutzutage noch die Entscheidung des Fotografen, wann überhaupt geblitzt werden soll:

  • Auch bei gutem Tageslicht kann der Blitz erforderlich sein, um ein Motiv im Vordergrund aufzuhellen. Das Standardbeispiel hierfür: Eine Person oder Gesicht im Schatten vor einem sonnigen Hintergrund oder auch ein Hauptmotiv in der direkten Sonne, das entsprechend dunkle Schatten hat. Der sog. Aufhellblitz reduziert die Kontraste und verbessert das Bild erheblich.
    Die Blitzbelichtungskorrektur ist wichtig beim Aufhellblitz. Oft bringt eine verringerte Blitzleistung (z. B. -1,0) bessere Bilder, da ein zu starkes Aufhellen des Vordergrundes Schatten verschwinden lässt und unnatürlich wirkt.
  • Auch bei schwachem Licht kann es besser sein, ohne Blitz (und ggf. mit höherer ISO-Empfindlichkeit) zu fotografieren, da Umgebungslicht wesentlich natürlicher wirkt als das Blitzlicht.
    Sie müssen aber selbst entscheiden (und wenn Sie unsicher sind, experimentieren), bis zu welcher Belichtungszeit Sie noch verwacklungsfrei fotografieren können.

Für die Blitzsynchronisation gilt:

ist als Standardwert die beste Wahl für die meisten Situationen.

Die längste Belichtungszeit im Menü Individualfunktionen, e2 Längste Verschlusszeit (Blitz) sollte auf den Wert eingestellt werden, den man freihändig einigermaßen verwacklungsfrei benutzen kann.

und finde ich unbrauchbar wegen der entstehenden Auslöseverzögerung. Rote Augen werden besser am Computer entfernt.
Wer Standard-Partyfotos macht, bei denen Personen einige Sekunden lang posieren, mag die Funktion nützlich finden. Für auch nur etwas anspruchsvollere Personenbilder, bei denen Sie auf den richtigen Moment zum Auslösen achten und schnell reagieren müssen, ist die Auslöseverzögerung ein Ärgernis.

ist geeignet, wenn ein dunkler Hintergrund richtig belichtet werden soll – benutzt aber auch lange Belichtungszeiten (dieselbe wie für eine Aufnahme ohne Blitz), die ein Stativ oder zumindest ein Auflegen der Kamera erforderlich machen können.
kann für bewegte Objekte vorteilhaft sein, da eine Bewegungsunschärfe hinter dem Motiv auftaucht und die Bewegung im Bild besser zum Ausdruck bringt.