JPG-Format und Qualitätsverlust 1: Leichte Farbverschiebungen

Leichte Farbverschiebungen bei den einzelnen Pixeln liegen in der Natur des JPG-Verfahrens und sind auch bei bester JPG-Qualität vorhanden – aber für die sichtbare Bildqualität praktisch ohne Bedeutung.

 

Unten ist das gleiche Ausgangsbild wie zuvor – unkomprimiert, ohne jeglichen Qualitätsverlust (Bitmap-Format). Wenn Sie mit dem Mauszeiger darüberfahren, erscheint ein JPG-Bild hoher Qualität, stärker komprimiert als zuvor auf weniger als ein Zehntel der unkomprimierten Dateigröße.
Wenn Sie wirklich genau hinschauen, gibt es im direkten Vergleich leichte Farbverschiebungen (z.B. um den dunklen Fleck in der roten Blüte) – wenn Sie aber nur eines der Bilder für sich betrachten, ist es unmöglich, zu sagen, welche Punkte eine leicht „falsche“ Farbe haben.
Und noch einmal: Die Unterschiede, die Sie hier sehen, sind sehr fein. Bei einem Ausdruck als Poster im DIN A3-Format wäre der Ausschnitt gerade mal 2,5 cm groß und Sie müssten schon mit der Lupe hinschauen, um so kleine Teile des Bildes zu erkennen.

Darauf beruht der Erfolg des JPG-Formates: Dass eine hohe Komprimierung ohne sichtbare Qualitätsverluste möglich ist.

Ergänzend ist rechts ein künstlich erzeugtes Bild, um den Effekt der Farbverschiebungen etwas besser sichtbar zu machen. Wieder sehen Sie ein unkomprimiertes Bild „perfekter“ Qualität und beim Darüberfahren mit dem Mauszeiger die gleiche JPG-Komprimierung wie zuvor. Beachten Sie, wie sich der Blauton etwas ändert.
Und ganz, ganz schwach ist zu erkennen, wie sich um den Kreis der gelbe Hintergrund etwas verändert. Das ist die nächste Art des Qualitätsverlustes, die bei stärkerer Komprimierung noch sichtbarer wird; siehe der nächste Abschnitt.