Belichtungskontrolle im Histogramm

Über- und Unterbelichtungen sind im Histogramm als Spitzen am linken bzw. rechten Rand erkennbar.

Im einfachen Histogramm bedeuten sie, dass Teile des Bildes als reines, konturloses Weiß bzw. Schwarz erscheinen.

Im RGB-Histogramm bedeuten sie, dass in Teilen des Bildes einzelne Farbanteile ihren maximalen Wert erreicht haben bzw. gar nicht vorhanden sind.

Überbelichtungen mindern die Bildqualität bereits, wenn eine der drei Grundfarben Rot, Grün oder Blau überbelichtet ist, daher sind RGB-Histogramme der zuverlässigste Weg, die Belichtung einer Aufnahme auf dem Monitor einer Digitalkamera zu kontrollieren.

Anzeige von RGB-Histogrammen bei Nikon DSLR-KamerasZum einen können bereits bei Überbelichtung einer Grundfarbe Bilddetails verlorengehen, wie das zuvor verwendete Beispiel zeigt.
Beachten Sie die hohe Spitze rechts im roten Diagramm und die etwas niedrigere rechts im grünen. Sie kommen von der gelben Blüte, die deutlich heller ist als der Boden im Bildhintergrund.

Das oberste, einfache Histogramm zeigt die Überbelichtung nicht!

Eine Vergrößerung der Blüte zeigt, dass der Farbton im Vergleich zu einer dunkler belichteten Aufnahme anders ist und dass Details der Blütenblätter verschwunden sind (Anklicken für eine vergrößerte Ansicht).

Blassere Farben sind die zweite mögliche Auswirkung der Überbelichtung einzelner Farbanteile:

Das Urlaubs­foto links hat ebenfalls Stellen mit überbelichtetem Rotanteil, die im einfachen Histogramm nicht erkennbar sind (Anklicken öffnet eine größere Ansicht). Sie stammen vom Teil der Fassade, der mehr Sonnenlicht abbekommt.

Die Farbverfälschung ist gut im Vergleich der Ausschnitt­vergrößerung einer zweiten, etwas dunkler belichteten Aufnahme und der gleichen Stelle aus dem obenstehenden Bild zu erkennen:Ausschnittsvergrößerung von Beispiel 2