Zusammenfassung und Empfehlung

Dieser Artikel ist ursprünglich im Jahre 2008 geschrieben und vertrat die Meinung „6 Megapixel sind genug für die allermeisten Anforderungen“. Was Sie jetzt lesen, ist die in 2013 aktualisierte Fassung.

Getrieben war der Anstieg der Megapixel-Zahlen in den letzten Jahren nicht von echtem Bedarf nach höherer Auflösung; das galt in Zeiten, als Digitalkameras Schritte von zwei zu drei oder drei zu vier Megapixeln machten. Als Digitalkameras 6 und 10 Megapixel erreichten, kamen weiter steigende Megapixel-Zahlen mehr vom technischen Fortschritt, dem Marketing der Hersteller, die sich mit höheren Megapixel-Zahlen Vorteile verschaffen wollten sowie von Käufern, bei denen der Glaube „mehr = besser“ sehr tief zu sitzen scheint.

Das Ergebnis in 2013 ist:

  • „Mehr = besser“ gilt heute ebenso wenig wie vor fünf Jahren, da andere Faktoren als die Megapixel-Zahl die Bildqualität stärker begrenzen.
  • Es haben sich lediglich in der Vergangenheit spürbare Nachteile zu vieler Megapixel gebessert – größere Dateien lassen sich besser handhaben, das Bildrauschen ist geringer geworden.
    Man kann also gelassener als vor einigen Jahren unnötig hohe Megapixel-Mengen tolerieren.

Alle heute (2013) verfügbaren Digitalkameras haben mit 12 oder mehr Megapixeln eine höhere Auflösung, als Sie für die allermeisten Anwendungen brauchen, sowohl für Betrachtung am Monitor als auch für große Papierabzüge.

Bei einfachen Kameras ist oft die Auflösung in Megapixeln höher als das, was das Objektiv überhaupt scharf abbilden kann.

Sie müssen schon mit sehr hohen Ansprüchen und besten Objektiven fotografieren sowie alle anderen Tricks für die Erreichung bestmöglicher Bildschärfe kennen, um die heute erhältlichen hohen Auflösungen von 20 Megapixeln oder gar über 30 Megapixeln bei Top-Kameras auszuschöpfen.

Überschätzen Sie auch nicht die Vorteile der Sprünge von z.B. 12 auf 16 oder 16 auf 20 Megapixel – der tatsächliche Gewinn an Auflösung ist geringer, als die Werbung suggeriert, und spielt kaum eine Rolle.
Ich würde die Megapixel-Angabe bei der Auswahl einer Digitalkamera ignorieren und lediglich bei kleinen Kompaktkameras unsinnig hohe Megapixel-Zahlen vermeiden, dort spielt das erhöhte Bildrauschen auch heute noch eine Rolle.

Setzen Sie lieber auf Qualität statt Quantität – für hochauflösende Bilder mit guter Schärfe ist der richtige Umgang mit der Kamera wichtiger, als viele Megapixel zu kaufen:

  • Verwackelungen vermeiden
  • gute Objektive
  • akkurate Fokussierung auf die bildwichtigen Teile
  • möglichst die Blende mit optimaler Bildschärfe verwenden
  • nachträgliche Scharfzeichnung der Bilder in der Bildverarbeitung, diese ist abhängig vom Kameramodell, ggf. dort wählbaren Einstellungen sowie Ihrer eigenen nachträglichen Bildbearbeitung am Computer.