Oft überschätzt: Der tatsächliche Gewinn an Bildauflösung

Selbstverständlich bedeutet eine höhere Megapixel-Zahl, dass die einzelnen Bildpunkte kleiner werden und dadurch Bilddetails feiner aufgelöst werden können.
Aber: Die Größe der Bildpunkte schrumpft deutlich langsamer als die Megapixel-Zahl steigt, zur Erklärung ein Beispiel:

  • Eine Kamera habe eine Auflösung von 3.000 × 2.000 Pixel = 6 Megapixel.
  • Eine doppelte Auflösung erfordert doppelt so viele Pixel in Höhe und Breite,
    6.000 × 4.000 Pixel = 24 Megapixel
  • Zur Verdoppelung der Bildauflösung benötigen Sie also die vierfache Zahl an Megapixeln.

Und es geht weiter: Ein absoluter Anstieg der Megapixel-Zahl bringt bei höheren Auflösungen immer weniger tatsächlichen Gewinn an Auflösung, heutzutage sind wir in Bereichen, die praktisch keine sichtbaren Verbesserungen mehr bringen.

Auch hierzu ein Beispiel, ausgehend von der gleichen Auflösung wie zuvor und damit einem angenommenen Seitenverhältnis der Bilder von 3:2:

  Änderung in Megapixeln Bildauflösung Gewinn an Auflösung
in Höhe und Breite
6 MP → 10 MP + 4 MP = + 66% 3.000 × 2.000
→ 3.872×2.582
+ 29%
16 MP → 20 MP + 4 MP = + 25% 4.898 × 3.266
→ 5.478 × 3.651
+ 12%

Ein Sprung von zusätzlichen vier Megapixeln – immerhin 4.000.000 Bildpunkte – bedeutet auf dem heutigen Niveau nur noch eine Auflösungs-Verbesserung von 12%.
Dieser Gewinn ist sehr gering und geht in der Foto-Praxis zwischen den vielen anderen Faktoren unter, die die Bildqualität beeinflussen.