Blitzlicht als Hauptlichtquelle

Diese erste typische Aufnahmesituation ist die naheliegendste: Das vorhandene Umgebungslicht ist zu schwach, der Blitz wird als zusätzliche oder gar Hauptlichtquelle eingesetzt. Links sitzt als Beispiel Freddy bei schwachem elektrischem Licht und mit ein paar Kerzen im Hintergrund (Anklicken öffnet eine größere Ansicht).

Bei solchen Blitzlichtaufnahmen geht es um einen Kompromiss zwischen Lichtstimmung und Verwacklungsrisiko.

Eine zweite Aufnahme ohne Blitz und mit freihändig gehaltener Kamera zeigt eine deutlich andere Lichtstimmung, aber auch in der Ausschnittsvergrößerung deutliche Unschärfe.
Um möglichst lange ohne Blitz fotografieren zu können, sollten Sie mit der Einstellung der ISO-Empfindlichkeit und ggf. auch der Blende an Ihrer Kamera vertraut sein. Für möglichst geringe Verwackelungen, d. h. kurze Belichtungszeiten muss die Blende so groß wie möglich sein, aber das wird Ihre Kamera bereits von alleine einstellen, sofern Sie mit einer Vollautomatik oder Programmautomatik fotografieren. Und danach ist die Erhöhung der ISO-Empfindlichkeit die einzige Möglichkeit, die Belichtungszeit weiter zu verkürzen.

Alternativ können Sie natürlich auch versuchen, die Kamera aufzulegen oder auf ein Stativ montieren. Aber bedenken Sie, dass bei Personenfotos dann immer noch Unschärfen durch Bewegungen Ihres Motivs auftreten können.

Die Einschränkung, der Sie sich bewusst sein sollten, ist die begrenzte Reichweite. Sie ist bei kleinen Kompaktkameras kürzer als bei teureren Modellen und DSLR-Kameras sowie bei den kleinen integrierten Blitzen kleiner als bei zusätzlichen, auf die Kamera gesteckten Blitzen.

Es lohnt sich, die Blitzreichweite seiner Kamera zu kennen und vorher abschätzen zu können. Insbesondere mit hohen ISO-Empfindlichkeiten können Sie die Reichweite erheblich erhöhen (4-fache ISO-Empfindlichkeit von z. B. ISO 800 statt ISO 200 = doppelte Blitzreichweite).