ISO-Empfindlichkeit und Rauschen

Niedrige ISO-Empfindlichkeiten liefern die beste Bildqualität, mit höheren Empfindlichkeiten tritt immer stärkeres Bildrauschen auf.
Rauschen“ bedeutet in der Digitalfotografie, dass die aufgenommenen Pixel zufällige Schwankungen in Helligkeit und Farbe haben.
Siehe die links oben stehenden Bilder mit zunehmender ISO-Empfindlichkeit, Anklicken öffnet sie in größerer Auflösung.

Bei welchen Empfindlichkeiten dieses Bildrauschen sichtbar und damit störend wird, ist von Kamera zu Kamera unterschiedlich und wesentlich von der Größe des Bildsensors abhängig.
Hier haben die kleinen Kompaktkameras ihren größten Qualitätsnachteil gegenüber größeren Kameras, insbesondere den Spiegelreflexkameras.

verschiedene ISO-Empfindlichkeiten und RauschunterdrückungRegelmäßig versuchen die Kompaktkameras diesen Nachteil durch eine höhere nachträgliche Rauschunterdrückung zu vermindern, aber dadurch gehen Bilddetails verloren und die Bilder wirken schwammig und unscharf aus – nicht wirklich besser. Das zweite Beispielbild zeigt einen Vergleich von niedriger und hoher ISO-Empfindlichkeit und wie durch Rauschunterdrückung in den Blättern Details verloren gehen, als ob jemand über das Bild gewischt hätte.
Und die hochpreisigen Spiegelreflexkameras mit Vollformatsensor haben im niedrigeren Rauschen bei höheren Empfindlichkeiten einen Vorteil in der sichtbaren Bildqualität gegenüber ihren kleineren und preiswerteren Artgenossen.

Man kann also eine einfache Empfehlung aufstellen: Einfach stets mit einer möglichst niedrigen ISO-Empfindlichkeit zu fotografieren und sie nur dann höher zu wählen, wenn es für kleinere Blenden und insbesondere kürzere Belichtungszeiten wirklich nötig ist.