Blende und maximale Bildschärfe

Für die zweite sichtbare Auswirkung der Blende müssen Sie etwas genauer hinsehen, um sie auf Ihren Fotos zu entdecken:

Die maximal erreichbare Schärfe nimmt bei sehr kleinen Blenden (=großen Blendenzahlen) ab.
Klicken Sie das Beispielbild an, um es in einer Vergrößerung von 100% zu sehen, so wie es aus der Kamera kam.

Der Grund dafür sind Beugungseffekte, die zur genaueren Erklärung einen Abstecher in die Physik erfordern würden.

Dieser Effekt ist unabhängig von der zuvor beschriebenen Schärfentiefe.
Bei der Schärfentiefe geht es um den Entfernungsbereich, der scharf abgebildet werden kann, bei der „maximalen Bildschärfe“ geht es um die Schärfe in genau der Entfernung, auf die die Kamera fokussiert hat.

Es ist vom Objektiv abhängig, ab wann dieser Effekt sichtbar wird. Meine Faustregel für digitale Spiegelreflex-Kameras mit der üblichen Sensorgröße von ca. dem halben Kleinbild-Format: Bei Blende 8-11 haben Sie die beste Schärfe, bei größeren Blendenzahlen nimmt die Schärfe ab.

Bei kleineren Blendenzahlen können andere Abbildungsfehler für etwas schlechtere Bildqualität sorgen, mit Blende 8-11 liegen Sie daher im Zweifelsfalle richtig.

Es gibt auf dieser Webseite auch einen eigenen ausführlicheren Artikel zur Blende und Bildschärfe.