Blende

Die Blende ist die Öffnung des Objektivs, durch die für die Belichtung eines Fotos Licht auf den Bildsensor fällt.

Bei auswechselbaren Objektiven von Spiegelreflex-Kameras erlaubt ein kleiner Metallstift, die Größe der Blende zu verändern.

Objektiv mit weit geöffneter BlendeDas Foto links von einem alten manuellen Nikon-Objektiv zeigt die auch heute noch gültige Funktionsweise. Das Bewegen eines kleinen Metallstiftes öffnet und schließt die Blende.

Wenn man bei Spiegelreflex-Kameras durch den Sucher schaut, ist die Blende stets voll geöffnet, damit das Sucherbild möglichst hell ist. Beim Auslösen der Kamera rutschen die Lamellen der Blende dann über einen Federmechanismus zur gewünschten Blendenöffnung zusammen

Beispielanzeigen der Belichtungszeit bei verschiedenen DigitalkamerasDie Größe der Blende wird angegeben durch die Blendenzahl.
Diese ist das Verhältnis der Objektiv-Brennweite zum Durchmesser der Blendenöffnung. Die Größe der Öffnung steht dabei im Nenner, daher bedeuten
kleinere Blendenzahlen eine größere Öffnung und hellere Bilder
größere Blendenzahlen eine kleinere Öffnung und dunklere Bilder.

Die üblichen Blendenzahlen sind:

1 – 1,4 – 2 – 2,8 – 4 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32
größere Blendenöffnung ← → kleinere Blendenöffnung

Diese Reihe ist wie die der Belichtungszeiten in Stufen von ganzen Lichtwerten aufgebaut – jede Änderung von einem Wert zum nächsten lässt doppelt bzw. halb so viel Licht durch das Objektiv und bewirkt dasselbe wie eine Verdoppelung bzw. Halbierung der Belichtungszeit.

Tatsächlich verwendete Blendenzahlen haben eine feinere Abstufung mit entsprechenden Zwischenwerten.

Oft wird die Blendenzahl mit einem vorangestellten f angegeben, z.B. „f8“ oder „f ⁄ 8“ für Blende 8.

Der Buchstabe f ist das gängige Symbol für die Brennweite in der Physik und mag auch vom englischen Begriff „focal length“ kommen. Der schräge Trennstrich ist ein angedeuteter Bruchstrich. „f ⁄ 8“ steht also für eine Blendenöffnung mit einem Durchmesser von 1 ⁄ 8 der Brennweite.